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KelThuzad
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BeitragThema: Geschichtenthread   Sa Sep 19, 2009 11:23 pm

Weil mir grad langweilig ist, schreib ich einfach drauf los und schau was am Ende alles rauskommt.
Geht natürlich wieder um meinen eisigen Superhelden, der von mir jüngst angeheuert wurde.

Sein neustes Abenteuer


Und wieder ein neuer Tag. Rundas stand am Morgen früh auf und verlies den Kühlschrank noch etwas müde. Die ziemlich heiße Morgendusche aber lies ihn nicht nur dampfen und schwitzen, sondern machte ihn auch wieder munter. Nachdem er das Wasser an seinem Körper vereist und mit dem Eiskratzer abgeschrubt hat ging er schließlich in seine Kommandozentrale, zog seine cybernetisch wirkende Rüstung an und checkte seinen Energiewert am eigens für ihn installierten Supercomputer. Dieser piepste einige Zeit lang etwas ratlos, dann kam er zu einem Ergebnis, das er dreimal bestätigte:

100% Leistungsfähigkeit, genug Energie um fünf afrikanische Diktaturen zu vernichten, 10 Blauwale zu vereisen und um 3x die komplette Spontane Bauernserie (alle 11 Folgen inklusive Uglyedition) anzuschauen ohne dabei geistige Schäden zu bekommen. Rundas, sie sind einsatzbereit!


Rundas nickte abwesend, diese Auswertung erhielt er fast immer, wenn es im Moment keinen Superschurken zu bekämpfen gab und er nicht gefordert wurde. Gartenzwerge, Kobolde, Killerschlümpfe ... die letzten Gegner waren alle irgendwie nicht gerade abwechslungsreich gewesen. Da kam ihm der Rotalarm, der gerade von seinem Hauptauftragsgeber aktiviert wurde als er sich über seine Flüssignahrung hermachte nur recht.
Langsam schob er den Cocacola-Becher mit Strohalm und Schirmchen weg und aktivierte die Sprechanlage.
"Hier Rundas, was darf ich heute vernichten, Herr und Meister?"
Auf einem Fernsehbildschirm flackerte unruhig eine knöcherne Gestalt mit Bischofsmütze und Kehloggstüte in der rechten Hand. Der Lich blickte wie eh und je finster mit seinen blauen, unheimlichen Augen in Richtung Kameramann.
"Hier ist Bischof Kel'Thuzad!", sprach der oberste Diener Ugleus würdevoll. "Rundas, heute habe ich einen ganz besonderen Auftrag für dich ..."
"Bitte nicht schon wieder Gartenzwerge!", stöhnte Rundas gequält."Ich kann MisterMs rebellierende Sklaven nicht mehr sehen!"
Der Bischof lachte."Nein, mein Bester! Diesmal geht es gegen einen neuen Feind, der versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen."
Nun wurde der Kopfgeldjäger und Leibwächter des Bischofs hellhörig. Ein Wahnsinniger? Irgendwie klang das nach der ersehnten Abwechselung. Alles war ihm Recht so lange es keine Zwerge waren!
"Gut, wenn soll ich eliminieren?", fragte Rundas nun eine Spur freundlicher.
Kel'Thuzad sah nun besorgt aus. " Er ist eine Gefahr für die Menschheit und wenn er an die Macht kommt, dann wird der gesamte Markt mit Drogen überschwemmt, Drogen wären von diesem Zeitpunkt an legal!"
Zögerlich sah Rundas in die Ecke seiner Kommandozentrale wo mehrere Spritzen mit flüssigen Aufputschmitteln oder Alkohol waren. "Na und?", fragte er dann schulterzuckend.
Kel räusperte sich."Ich habe vergessen zu erwähnen, dass es keine flüssigen Drogen oder Spritzen mehr geben wird, lediglich nur noch Pillen." Damit erzielte er die höchste Aufmerksamkeit von Rundas, der sich langsam fragte, wer solch abscheulichen Gesetze erfinden konnte, die total hybridenfeindlich waren. "Und es kommt noch schlimmer!", fuhr der Lich fort."Der Kerl ist Italiener!"
Nun gab es für unseren Superhelden kein Halten mehr, seine Geduld war aufgebraucht. "WER ist es?"
Kel'Thuzad hob dramatisch die Arme an und nahm eine Gebetshaltung ein.
"Sein Name ist Super Mario!"

Nachdem Rundas alle Einzelheiten erfahren hatte flog er auf seine Eisscheibe aus dem Hangar des Bischofpalastes hinweg über Frosthronia und hinterließ eine eisige Spur über der Stadt. Er überquerte Horsthaven, machte nach zwei Minuten eine Kursänderung nach Norden, flog über einen Teil Wollonias und erreichte dann nach 10 Minuten den offenen Ozean. Das Ziel war eindeutig: Europa, Deutschland, Berlin, Reichstag.

"Und deshalb ... nehmen wir unseren italienischen Kollegen in die SPD auf ... und feuern Franken-Stein Walter ... oder so in der Art ..."
Franz Müntefering wirkte ein klein wenig bekifft als er diese wirren Worte den anwesenden Politikern vortrug. Keiner bemerkte seinen glasigen Blick, aber das war ja auch kein Wunder! Der gesamte Bundestag war dicht, sogar Frank-Walter Steinmeier bekam nicht so richtig mit, dass er gerade aus der Partei geworfen wurde und klatschte doof lächelnd wie kleines Kind. Nur eine Person war noch bei klaren Verstand, sie trug rot-blaue Klempnerkleidung, hatte einen schwarz-braunen Schnurrbart und trug ein rotes Käppie mit einem rotaufgedrucktem M. Super Mario stand unter großem Applaus auf, ging zum Rednerpult, stieß Müntefering grob von der Rednertribüne und begann in das Mikrofon zu sprechen.
"Hallo, ihr Idioten!", rief er lachend, woraufhin die Menge zu klatschen begann. Angela Merkel lachte sogar selber ein wenig, was ziemlich komisch aussah zumal sie einen Joint in ihrem Mund hatte. "Da ich jetzt Kanzlerkandidat bin fordere ich euch auf, dass ihr mich alle wählt! Hat mein Pilzgericht gemundet?"
Wieder gab es sinnlosen Beifall, keiner der Politiker konnte ahnen, dass Mario sie mit 1Up-Pilzdrogen vergiftet hatte. Vor laufenden Kameras ahnten nicht einmal die Zuschauer Verdacht, da sich die Politiker auch generell so aufführten ohne Drogeneinfluss und weil die meisten keinerlei Ahnung vom Wahlsystem geschweige denn von der Regierung hatten.
"Deshalb", begann Mario erneut als der Applaus verebbte,"wählt mich zum neuen Kanzler! Ich werde Deutschland zu neuer Größe führen und die Drogengesetze ein wenig lockern. Also, wer mich wählt, der hebe die rechte Hand und zwar genau ... JETZT!"
Sogar Angie war dazu bereit dem hässlichen Klempner ihr Amt zu hinterlassen, damit er aus Deutschland wieder eine Diktatur machte, doch dann konnte sie ihre Arme nicht mehr bewegen, ebenso wie alle anderen. Alle Abgeordneten und Politiker von Rang und Namen, die anwesend waren wurden von eisigen Fesseln gerade noch rechtzeitig aufgehalten. Super Mario wirkte irritiert.
"Wer dafür ist den hässlichen Zwerg da vorne zu feuern und Frank-Walter wieder als kanzlerkandidaten zu ernennen, der hebe jetzt die linke Hand.", sprach eine frostige Stimme und schlagartig lockerten sich die Fesseln. Die hypnotisierten Politiker hoben alle die linke Hand. Super Mario musste wütend mitansehen wie auf einem Bildschirm eine knappe Mehrheit von 100% gegen ihn stimmte.
Dann entdeckte er Rundas, welcher die Halle betreten hatte.
"DU!", schrie er wahnsinnig."Wer bist du?"
"Mein Name ist Rundas", sprach er ruhig,"und ich bin gekommen um Deutschland vor einem neuen Hitler zu bewahren."
Auf einmal waren die Politiker alle hellwach ebenso wie die Zuschauer. Das Wort "Hitler" klang wie eine Ernüchterung.
"Unbewiesene Verleumdung!", knurrte der Klempner. Dann geschah etwas Unerwartetes: Rundas sprang auf ihn zu, packte Mario am Bart und riss bestimmte Fetzen brutal raus. Doch der Schurke schlug mit wahnsinnigem Gelächter den eisigen Kämpfer zu Boden und warf ihn von sich. "Wo sind deine Beweise?", fragte er arglistig Rundas, der sofort in Abwehrhaltung ging und wieder aufstand.
"Werte Mitbürger! Seht ihn euch genauer an!", rief dieser plötzlich und zeigte auf den nun überraschten Mario. "Er wollte, dass man ihn mit der rechten Hand wählt, ebenso wollte er Deutschland groß machen, was hitler ja auch wollte. Und schaut euch seinen Bart an!"
Hilflos musste Mario nun erkennen, wie die Fernsehkameras an ihn heran zoomten. Auf einem Fernsehbildschirm sah man nun seinen schwarzen Bart, den Rundas heimlich so bearbeitet hatte, dass er aussah wie ein Hitlerbärtchen. "Oh scheiße ...", knurrte der Entlarvte und rannte in Richtung Ausgang.
"Die NPD darf gar nicht in den Bundestag!", rief plötzlich jemand und sofort erhob sich ein wütendes Stimmgewirr. Mehrere Polizeileute verfolgten den Klempner nun und jagten ihn aus dem Bundestag.
Rundas hatte es geschafft, stöhnend schleppte er sich vom Rednerpult weg, empfing einen Händedruck von Angela Merkel dafür, dass er die deutsche Fleischwurst gerettet hatte und ging dann aus dem Gebäude nach draußen.

Mario wurde leider nicht mehr gefasst, offenbar hatte Luigi ihn schon aus dem Land geschmuggelt. Rundas war diese Nachricht auf dem Heimflug aber egal, er hatte die Welt gerettet. Oder zumindest Deutschland vor dem Untergang.
Er dachte schon darüber nach zu Hause wieder eine Cocacola mit Strohhalm und Schirmchen zu trinken, als plötzlich eine weitere Nachricht vom Bischof kam.
"Verzeihung, Rundas, aber es ist wirklich dringend!", rief er durch das Mikrofon. "Die ARD hat heute morgen eine weitere Weltbedrohung entdeckt. Beim Volksfest der Volksmusik läuft ein wahnsinniger Schnößel namens Florian Silbereisen rum und löst mit seinem Gegröle Massenpanik aus! Rette Deutschland bitte vor der Volksverdummung, Rundas!"
Dieser nickte und machte eine Kehrtwende über der Schweiz, dann flog er wieder zurück.
Rundas hatte wieder einen neuen Auftrag!


ENDE

Aber nur vorläufig. Ugly
Und wer Super Mario den alten Nazi sieht, der darf es Rundas melden. Drolf
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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   So Sep 20, 2009 1:37 am

Also, damit hättest du den Story-Contest haushoch gewonnen. Drolf Woher wohl die Inspiritation kam ...

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   So Sep 20, 2009 2:07 pm

Lol, das bild kannte ich noch gar nicht. Drolf
Hab ich mir ohne Müll selber ausgedacht ... einfach drauf losgeschrieben.

An einer Stelle lese ich gerade Fleischwurst. War ich so müde? BEER!

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   Mi Sep 30, 2009 10:51 pm

So, meine bereits im Vorfeld disqualifizierte Story (ich habe das Thema bewusst verfehlt! :ugly:) zum Contest von KelThusad. Als ich den Namen Arthas gelesen habe, hat es mich leider gepackt ...

Zitat :
Es klopfte an der Tür. Prinz Arthas Menethil von Lordaeron, schaute von seiner Pflichtlektüre, "Strömungen der Magie und ihre Auswirkungen auf den Menschen" auf. Es war ein langweiliges Buch. Hauptsächlich war es einfach nur Gelaber, dass er schon tausendmal gehört hat. Magie hier, Magie dort, Magie überall, Magie allmächtig. Und in diesem Buch ging es wieder mal um Magie. Natürlich, es behandelte einen eigentlich ganz interessanten Aspekt. Magie im Überfluss, so steht es im Buche geschrieben, ließe den Menschen, der nicht stark genug seie, die Magie zu bändigen, korrumpieren, böse werden und der Allmacht streben lassen. Leider war dieses alles reines Theoriegefasel, Beispiele fanden sich nicht im Buch und stundenlang wurde darüber diskutiert, ob das tatsächlich so sein könnte, hundert Argumente dafür, hundert Argumente dagen und und und ... Arthas gähnte und er klappte das Buch zu. Es klopfte inzwischen ungefähr zum 10. Mal. Der junge Prinz überlegte sich, ob er den Diener vor der Tür noch ein paar Minuten lang warten lassen sollte. Er schaute sich kurz in seinem Prinzengemach um. Als zukünftiger König von Lordaeron oder was auch immer er sein würde, fehlte es ihm an nichts. Er hatte drei wunderhübsch gefüllte Kleiderschränke, ein riesiges Bett, einen eigenen Spiegel und sogar eine eigene Toilette, wie es sich eben für einen Prinzen gehörte. Sogar eine Freundin hatte er, die sich allerdings Zeit in Dalaran befand. Auf Arthas wartete wahrlich eine große Zukunft, und er war fest entschlossen, sein zukünftiges Volk in eine neue Ära zu lenken. Wäre da nicht ... ach was. Er entschloss sich, den Diener reinzulassen.

"Herein!" Und der Diener stürzte wahrhaft zur Tür herein, er japste, schnappste nach Luft, es musste anscheinend wirklich etwas dringendes vorgefallen sein. Arthas schüttelte verärgert den Kopf. Solcher Abschaum sollte eigentlich längst gemerkt haben, dass im Königshause Anstandsregeln galten. Er würde nochmal mit seinem Vater darüber sprechen müssen. Und zudem, das schlagende Argument, hatte der Diener genug Zeit gehabt, sich vor der Tür auszuruhen. Was zur Hölle hatte der Idiot eigentlich da getrieben? "Sprich, Dummkopf.", meinte Arthas schließlich in einem herablassenden Ton zum Diener, der mittlerweile vor Arthas Arbeitstisch niederkniete und nun zum Prinzen aufschaute, um eine Botschaft zu übermitteln. "Eure Hoheit ... eure königliche Hoheit ... Lord Uther, the Lightbringer, wünscht euch zu sprechen! Er frage sich, wo Euer Vortrag über die Magie bleibe! Außerdem erinnert er euch daran, dass ihr bereits drei Monaten hinter dem Abgabetermin hinterherhinkt." "Aha. Und jetzt.", antwortete Arthas in einem sehr trockenem Tonfall. Der Diener schaute verdutzt. "Wie meinen, Eure königliche Hoheit?" "Was soll ich nun ...", der Prinz wedelte mit der Hand, "... mit dieser Botschaft konkret anfangen?" Der Diener zögerte. Er schien eine Weile zu überlegen und kratzte sich verzweifelt am Kopf. Schließlich antwortete er mit kläglicher Stimme. "Ich habe keine Ahnung, Eure königliche Hoheit. Habe ich etwa die Nachricht falsch ..." Arthas unterbrach ihn mit einer Handbewegung und schaute seinen Diener freundlich an. "Wie ich sehe, hast du Abschaum den Inhalt dieser Botschaft nicht richtig verstanden, als Folge deiner mangelnden Intelligenz. Du bist weniger wert als das Gassengesindel, dass sich in den Gassen der Hauptstadt Lordaerons herumtreibt und ehrbare, jedoch achtlose Bürger ausraubt. Die können wenigstens das. Du bist nichtmal imstande, eine Botschaft zu verstehen und sie demzufolge ordnungsgemäß zu überbringen. Und nun - mach das Plumpsklo sauber. Belästige mich nicht und geh, wenn du damit fertig bist." Arthas zeigte auf die Ecke mit der Toilette. "Jawohl, eure königliche Hoheit", katzbuckelte der Diener ängstlich und huschte hin.

Arthas seufzte. Lord Uther, the Lightbringer, sein Lehrer, beauftragt von seinem Vater, dem König, persönlich, war ihm wirklich ein Dorn im Auge. Er nervte den Prinzen mit stundenlangen Vorträgen über die Gerechtigkeit, über Geschichten aus dem zweiten Krieg, über dieses, über jenes, über Geschichte, über Theorie, über den Silberhandorden, über alles, was ihn nicht interessierte. Und zu allem Überfluss gab Uther ihm Hausaufgaben zu diesem Ganzen überflüssigen Zeug auf. Damit er das begreife, was Uther ihn mitteilen will. Damit er eines Tages fähig seie, als König von Lordaeron über das Königreich von Lordaeron zu herrschen. Damit er keinen dritten Krieg aus Dummheit anfinge. Was verstand dieser Uther-Schmarrkopf jetzt eigentlich vom Regieren? Er sah regelmäßig Terenas, seinem Vater, dabei zu, wie er sogenannte Audienzen für das Volk abhielt, und fand es eigentlich leicht, für Gerechtigkeit zu sorgen. Gelegentlich gab es Besprechungen mit diesen "Elfen" oder "Zwergen" oder was es noch für Missbildungen draußen gab. Na gut, dafür hatte er auch seine Berater. Aber dazu musste er doch keinen historischen Kram oder absolut nebensächlichen Kram, der nichts mit dem Regieren zu tun hat, auswendig lernen! Das einzige, was ihm ein kleines bisschen gefiel, waren die gelegentlichen Kampfübungen, wo Uther Arthas jedesmal einen unhandlichen Hammer in die Hand drückte und dann hoffnungslos niedermähte und den Prinzen dabei Faulheit vorwarf - aber was konnte er dafür? Uther war größer, Uther war älter, Uther hatte mehr Erfahrung, in einem Schlag den Schild zerschmettert, in zweitem der Schädel. Aber eines Tages würde es soweit sein - dann würde er Uther zeigen, wo der Hammer hing. Arthas schaute sich auf seinem Tisch um. Was wollte er gerade noch? Achja, der Aufsatz. Er hatte ihn immer noch nicht fertig. Kein Wunder. Er hatte nichtmal damit angefangen. Eigentlich hatte er nur auf ein Blatt seinen Namen drauf geschrieben. Ritter und König Arthas Menethil, Herrscher über Lordaeron und Anführer des Silberhandordens, wenn er erst einmal Uther aus dem Weg geräumt hatte. Es war bestimmt nicht unklug, der Anführer eines Leibwächterorden zu sein. Nun stand er auf, nahm sich das Blatt mit seinem Namen und fügte noch ein paar leere Blätter hinzu. Würde er eben improvisieren müssen.

Der junge Prinz schaute nochmal kurz zum Diener, der gerade den Toilettensitz mit der Zunge ableckte. Wenigstens etwas konnte er sich merken. Arthas grinste. Er liebte es, im Stehen zu pinkeln. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Lord Uther, the Lightbringer, mit hochrotem Kopf stürmte herein. Oje, das konnte nicht Gutes bedeuten. Er wollte doch nächste Woche auf nach Dalaran reisen, um seine Freundin, Lady Jaina Proudmoore, zu besuchen. Und Uther brüllte: "ARTHAS, WEIßT DU EIGENTLICH, WEN DU VOR DIR HAST? VOR EINEM JAHR HABE ICH DIR GESAGT, DASS DU EINEN AUFSATZ ÜBER DIE MAGIE SCHREIBEN SOLLST! WAS IST BIS JETZT DRAUS GEWORDEN? NICHTS! SCHLAMPEREI OHNEGLEICHEN IN ALLEN BEREICHEN! ABER ES IST JA NICHT NUR DAS!" Er schlug Arthas die leeren Blätter aus der Hand und deutete mit der Hand auf den kauernden Diener, der Arthas und Uther nun erschrocken anblickte. "Du bist entlassen. Geh zur Küche, sage, Uther hätte dich geschickt. Ich werde mit Arthas nochmal darüber reden", meinte Uther leise und freundlich zum zitternden Hänfling, der sogleich aus dem Raum rannte. Nun schaute der Anführer des Silberhandordens Arthas fest in die Augen. Ein eisiger Blick lag in diesen und Arthas bekam Angst davor. Lord Uther, the Lightbringer, war eine unumstößliche Autorität. Er war der Fels der Hoffnung im Schlachtfeld und wer ihn sah und ihn nicht als Feind hatte, wurde allein durch seiner Anwesenheit motiviert, schneller und mit mehr Freude weiterzuarbeiten. Bis auf Arthas. Der Angst vor Uther hatte. Seine Zukunft und seine Pläne mit Uther waren wie weggefegt. Wie hatte er sich nur soetwas ausdenken können? "Nun, Arthas, wie oft haben wir darüber schon gesprochen. Du weißt doch ganz genau, dass ich dich bestrafen muss, wenn du mir nicht gehorcht. Aber ich will dir doch nur helfen, auf deinem Weg zum Herrscher über Lordaeron, doch dazu musst du dir Grundlagen ansammeln. Und wie es aussieht, brauchst du wohl noch eine Einweisung über Menschlichkeit. Über Disziplin. Über Gehorsamkeit. Aber keine Sorge.", meinte Uther ruhig und lächelte Arthas, dem es dabei fröstelte. "Das kriegen wir noch hin. Bevor du sechszehn bist und erste königliche Aufgaben übernimmst, wirst du vor meinen Knien niederknien und mir den Schwanz ablutschen. Eine Woche Hausarrest. In dieser Woche sind vormittags Kampfübungen bei mir angesagt, danach bis zum Nachmittag ein paar Stunden Unterricht bei mir, am Abend sitze ich schließlich mit dir in diesem Raum ...", Uther deutete mit dem Finger auf den Boden, "... und helfe dir bei den Hausaufgaben. Sondermahlzeiten und zusätzliche Diener, alle Zeitvertreibe und Ausflüge, einschließlich diesen einen da nach Dalaran ...", er schaute den jungen Prinzen wissend an und machte dabei eine wegwerfende Handbewegung, "... sind gestrichen. Du wirst schuften, mein Freund." Mit diesem Worten drehte er sich um und verließ den Raum. Und Uther, umsichtig wie er war, vergaß auch nicht, die Tür zuzumachen.

"DAS IST NICHT FAIR!", schrie Arthas außer sich hinter ihm her. Doch es half nichts. Die Schritte entfernten sich. Der Prinz sackte zusammen. Das war wirklich nicht fair. Er war doch ein Prinz. Der Prinz des Königs von Lordaeron. Nichts, dass es ihm kümmern würde, noch mehr öde Theoriestunden oder einseitige Kampfübungen bei Uther zu absolvieren, doch, dass ein dahergelaufener Dorflehrer aus dem Nirgendwo einfach seinen langersehnten Ausflug zu seiner Freundin einfach streichen konnte, wurmte ihm. Es war doch sein Anrecht, tun und lassen was er eben wollte, von Geburt an! Doch es half nichts, Terenas stand voll auf Uthers Seite und erlaubte ihm alles, was zur Ausübung seiner Pflichten als Arthas' Mentor eben nötig war. Wieso hatte er Uther eigentlich nicht kommen hören? Dieses Schwein musste sich angeschlichen haben, um den jungen Prinzen in einem unfairen Moment zu erwischen. Der Thronfolger schloss die Augen und beschloss, nicht mehr über Uther nachzudenken. Das machte ihn ja nur wütend. Arthas ignorierte die Blätter, die auf dem Boden verstreut waren, setze sich auf sein königliches Bett schaute aus dem riesigen Fenster mit Balkon und Panoramablick. Die Nacht war finster, sternenlos, und er schaffte es nicht, an Jaina zu denken. Als ob ein Nebel um ihr hübsches Gesicht, über ihren Körper, über ihre Stimme gehüllt war. Und jedesmal schob sich dieser grässliche Uther vor seinen Augen. Dieser Uther. Uther war grausam, Uther war herrisch, Uther hasste ihn. Doch da kam ihn ein neuer Gedanke. Warum hatte er eigentlich Angst vor diesem Bastard? Was machte ihn so gefährlich? Nein, eine Gefahr war Uther für Arthas eigentlich nicht. Wieso auch, Uther durfte auch nicht alles. Wenn Uther Arthas etwas antat, würde sein Kopf rollen. Außerdem konnte Uther seinen Führungsanspruch nicht in Frage stellen. Und sonst ... gut, Uther führte sich vielleicht auf, Himmel und Hölle setzte er manchmal in Bewegung, doch hinter dieser Fassade war nichts. Der Silberhandritter war vielleicht ein guter Schauspieler, aber Macht hatte er keine inne. Und wenn Arthas erstmal an der Macht war, würde er Uther zeigen, was wahre Macht war. Der Prinz schloss die Augen. Eine verirrte Träne floss über Arthas' Wange. Er ballte die Hand zu einer Faust. Ein Prinz weinte nicht. Und Arthas schwor sich fest, Uther zu töten, sollte er jemals die Gelegenheit dazu bekommen.


Zuletzt von MonsterM am So Okt 18, 2009 8:24 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   Do Okt 01, 2009 4:50 pm

Ich find sie wirklich genial. daumen
Aber solche genialen Geschichten sind bei inWarcraft reine Vergeudung von Talent.
Dennoch könnte es einen kleinen Ehrenplatz geben für MisterM.

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   Do Okt 01, 2009 8:52 pm

Zitat :
Aber solche genialen Geschichten sind bei inWarcraft reine Vergeudung von Talent.

Wenn du das sagst, werde ich mich nicht um etwas ernsthaftes bemühen. Hau druff!

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   Fr Okt 02, 2009 6:36 pm

Ach, Kel, jetzt habe ich doch eine Frage.

Könnte Ner'schwul zu diesem Zeitpunkt schon Arthas zumindest indirekt beeinflusst haben, damit dieser in seine späteren Pläne reinpasst? Und wie alt war Arthas, als der Eismann dieses Ding namens Azjol'Nerub unterworfen hat?
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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   Fr Okt 02, 2009 8:13 pm

MisterM schrieb:
Ach, Kel, jetzt habe ich doch eine Frage.

Könnte Ner'schwul zu diesem Zeitpunkt schon Arthas zumindest indirekt beeinflusst haben, damit dieser in seine späteren Pläne reinpasst? Und wie alt war Arthas, als der Eismann dieses Ding namens Azjol'Nerub unterworfen hat?

Glaube nicht, dass Ner'zhul zu ihm gesprochen hatte, wobei im Verlaufe der Kampagne ja Arthas eine Charakterumwandlung macht. Siehe Stratholme.

Und Arthas war wohl ein paar Jahre jünger als Ner'zhul Azjol Nerub unterwarf.

edit: 250 Beiträge! Ich Spambot! BEER!
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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   Fr Okt 02, 2009 8:20 pm

Zitat :
Glaube nicht, dass Ner'zhul zu ihm gesprochen hatte

Naja, ich meine, das NerZhul eventuell Arthas' Gefühle manipuliert haben könnte, um ihn für spätere Ereignisse anfälliger zu machen. Dabei muss er gar nicht mit Arthas direkt geredet haben. Ein kleiner Schubser kann schließlich einen Felsen ins Rollen bringen. Ugly

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   Fr Okt 02, 2009 8:23 pm

MisterM schrieb:
Zitat :
Glaube nicht, dass Ner'zhul zu ihm gesprochen hatte

Naja, ich meine, das NerZhul eventuell Arthas' Gefühle manipuliert haben könnte, um ihn für spätere Ereignisse anfälliger zu machen. Dabei muss er gar nicht mit Arthas direkt geredet haben. Ein kleiner Schubser kann schließlich einen Felsen ins Rollen bringen. Ugly

Übrigens zappe ich dir mal 100 Posts. :P

Das widerum ist möglich.
Und was hast du mit meinem schönen Postcounter vor?
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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   Fr Okt 02, 2009 8:26 pm

Glück gehabt, in diesem Scheißforum kann man den Postcounter nicht manipulieren. Sonst hätte ich mir schon längst welche geschenkt. :D

Naja, mal sehen, ob ich was mit Ner'Zhul mache.

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   So Okt 18, 2009 8:22 pm

Möp, bräuchte mal schleunigst Verbesserungsvorschläge etc. Ugly

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   So Okt 18, 2009 8:25 pm

Was meinst du?
Wie das Forum wieder auf Trab kommt?

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   So Okt 18, 2009 8:25 pm

Naja, das Forum hier wird phasenweise aktiv, wenn Bauercore und Wollum wieder einen Ständer haben. Meinte die Geschichte. Boom

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BeitragThema: Re: Geschichtenthread   So Okt 18, 2009 8:29 pm

Ach so!
Schreib doch mehr Kapitel davon. Ugly
Z.B. ob Arthy noch ne Möglichkeit findet Uther zu überzeugen oder ein paar Jahre später übersprungen etc. wo die Geißel erstmals aktiv in Erscheinung tritt.

Übrigens nehme an, du möchtest keine Posts gewinnen oder?

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