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 Testbericht American Conquest

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Ellis in Wonderland
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BeitragThema: Testbericht American Conquest   Mi Nov 17, 2010 8:46 pm

So Leute! Vor kurzem war mir langweilig und da dachte ich mal, ich probiere mal den Cossacks-Ableger "American Conquest" aus! Da ich Cossacks nicht kenne, nutze ich gleich mal die Gelegenheit, meine Spielekenntnisse über diese Serie nachzuholen. Machens wir mal (als Ex-Spiele-Tester) in einem üblichen Testbericht.

Ich bewerte in den Kategorien:

Grafik
Sound
Gameplay + Spaßfaktor (zusammengefasste Wertung)
Umfang (Einzel- und Multiplayermodus etc.)

Nur 4 Faktoren, etwas unüblich, aber gut! Ugly

Grafik:
Das Spiel spielt sich wie üblich in RTS aus der Vogelperspektive. Obwohl die Kamera in der Standardperspektive sehr nah dran ist, kann man (vor allem für den späteren Spielverlauf wichtig) in eine viel weiter entfernte Einstellung wechseln, was die Übersicht enorm erleichtert. Die Grafik ist für das Spiel akzeptabel, die Gebäude sind schön detalliert, trotzdem muten einige Einheitengrafiken etc. einem merkwürdig an. Da ich der Meinung bin, dass die Grafik zum Spiel passen muss und sich nicht dem technischen Fortschritt richten muss, werte ich hier 3/5 Punkten.


Wie man sieht, ein durchaus anschaulicher Screenshot, zeigt jedoch eine Spielsituation, die völlig unmöglich ist.

Sound:
Hauptsächlich besteht die Akustik des Spiel aus Musik. Soundeffekte hört man eher selten, besonders hervorzuheben sind die Schuss-Effekte, im Prinzip eigentlich das einzige, was man neben der Musik hört, vielleicht neben ein paar Schreien oder sonstigen Effekten. Immerhin ist die Musik nicht störend, nach einer Weile ist man so in das Spiel vertieft, dass man sie nicht mehr wahrnimmt. Auch passt sie zum Thema des Spiels. 2/5 Punkte.

Gameplay
Das Spiel ist ganz einfach aufgebaut. Man hat ein paar Bauern, errichtet ein paar Gebäude, deren Ausmaße nahezu gigantisch anmaßen oder sagen wir eher: historisch korrekt. Das jeweilige Hauptgebäude eines Volkes dient vorrangig der Einheitenproduktion, aus Wohngebäuden pumpt man unbegrenzt viele Bauern, die man im Spiel selbst bitter benötigt, ja, eigentlich kann man nie genug von denen haben. Daher ist der Spieler besonders erfreut über das Feature "Endlosproduktion". Das Ressourcenmanagement ist eher simpel gehalten, aber es gilt, viele verschiedene Rohstoffe abzubauen, Nahrung, Holz, Stein, Eisen, Kohle, Gold.

Ist dafür alles gesorgt, geht es an die Aushebung einer Riesenarmee, welche dank der Endlosproduktion ganz leicht möglich ist. Man kann mit den Einheiten nahezu jedes Gebäude zu besetzen, was die Verteidigung der eigenen Basis erleichtert. Es stehen einem eine Vielzahl von Upgrades (per Upgrades erhöht sich auch die Bauzeit von Einheiten stark, so dass quasi sekündlich Einheiten aus dem Hauptgebäude marschieren, aber es gibt natürlich auch andere) zur Verfügung, um die Armee zu verstärken. Die Truppen selbst lässt sich mit Offizieren zu Formationen zusammenfasssen, was deren Kampfkraft stärkt etc. Soweit Theorie, viel weiter als bis zu diesem Punkt bin ich leider nicht gekommen.

Spaßfaktor
Während sich das Gameplay ganz nett anhört, dank des großen Makromanagement-Potentials sollen sich epische Schlachten ausfechten lassen. In der Praxis sieht das jedoch ganz anders aus! Die KI des Spiels legt einem auch direkt die Schwächen des Spiels dar. Der Computergegner rusht quasi direkt, ohne seine eigenen Truppen großartig zusammenzufassen, umschwärmt die Basis des Spielers, so dass dieser laufend mit der Verteidigung beschäftigt ist. Vernünftig eine Armee lässt sich nicht aufstellen. Verteidigungsgebäude können nicht angreifen, während Einheiten produziert werden, das ist insbesondere schmerzhaft, da die wichtigsten Verteidigungsgebäude, nämlich das Hauptgebäude und die "Festung" zugleich die einzigen Produktionsstätten für Einheiten sind! Damit ließe sich leben, kann man ja noch Türme oder zusätzliche Gebäude bauen, die der reinen Verteidigung dienen. Aber nein! Bestimmte Völker (vielleicht sogar alle oder so) können durch ihre bloße Präsenz Bauern versklaven bzw. sofort töten. Damit wird es einem schwer gemacht, die eigenen Verteidigungsgebäude zu reparieren, bzw. neue zu bauen. In der Nähe von Bergwerken verhindern sie sogar die Ressourcenproduktion. Dadurch, dass die KI einen Spieler "umschwärmt", kann einem die komplette Produktion lahmgelegt werden, da die Verteidigungsgebäude nicht insoweit so effektiv sind, dass sie z. B. 20 Gegner auf einmal töten und die eigenen Truppen die feindlichen Truppen nicht daran hindern können, in die Basis reinzumarschieren und durch ihre "Anwesenheit" Riesenschaden anrichten können. An diesem Punkt habe ich meine letzten 5 Partien abgebrochen. Das ist schade, der scheinbar taktische Schlachtenfaktor mit Formationen, Kanonen, Musketieren, Schiffen und größeren Belagerungen kann überhaupt nicht zum Tragen kommen, und wenn, dann nur gegen menschliche Gegner.

Gameplay und Spaßfaktor werte ich mit 1/5 Punkten.

Umfang:
Wie schon vorher angekündigt, gibt es einen Mehrspielermodus. Es ist möglich, sich zufällig Karten zu generieren lassen. In der Einzelspielerkampagne stehen einem 8 Kampagnen zur Verfügung, insgesamt 42 Missionen, daneben gibt es auch noch einen Editor. Beinhalten tut das Basisspiel auch 12 Völker, wesentlich mehr als in vielen anderen Spielen. Per Addon (Fight Back, war Goldedition) kommen noch mal 5 Völker und weitere 8 Kampagnen dazu, außerdem ein neuer "Schlachtenmodus", in dem diese Screenshotschlachten tatsächlich vorkommen. In dieser Hinsicht können sich andere Spiele noch eine Scheibe abschneiden. 5/5 Punkten, was das Ganze aufwerten würde. Na gut, damit habe ich kein Problem, das persönliche Spielerlebnis kann sich von Person zu Person natürlich unterscheiden. Hau druff!

Fazit:
Episches Meisterwerk im Strategiegenre. Ich kann jedem, der sich diesen Artikel aufmerksam durchgelesen hat, Age of Empires 2 nur ans Herz drücken. Zwar sind keine 16.000 Einheiten auf dem Feld, jedoch ist das Spielprinzip viel durchdachter, bzw. macht mehr Spaß.

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BeitragThema: Re: Testbericht American Conquest   Fr Nov 19, 2010 5:05 pm

Hab dem Spiel noch eine Chance gegeben und den Bogen raus!

1. So viele Wohnhäuser wie möglich bauen und alles auf Endlosproduktion stellen, außerdem Upgrades zur Bauzeit erhöhen, so dass pro Haus ca. 1 Bauer / Sekunde rauskommt
2. Alle Häuser besetzen, so viele Ressourcen wie möglich sammeln, dank 1000 Bauern ein Kinderspiel
3. Die Kampfeinheit, die sich am schnellsten bauen lässt, ausbilden. Evtl. Baugeschwindigkeitsupgrades holen.
4. Mit einer Armee von 1000 Einheiten den Feind angreifen. Feindliche Armeen meiden, da eine Auseinandersetzungen keinen taktischen Vorteil einbringt. Beim Angriff auf die gegnerische Basis sofort in die feindlichen Häuser reinrennen und besetzen, da das Zerstören von Gebäuden keinen taktischen Vorteil bringt. Das Ganze ohne Rücksicht auf Verluste! Wenn die eigenen Einheiten panisch werden, versuchen, ein bisschen "Zwang" ausüben.
5. Natürlich kann mit einem derart massiven Angriff nicht sofort gewinnen. Nicht verzweifeln, sooft wiederholen, bis die KI verzweifelt. Wenns Schwierigkeiten gibts, evtl. von verschiedenen Seiten gleichzeitig angreifen, im Voraus vielleicht ein bisschen Kavallerie oder so opfern, dass die Verteidigung der KI beim Eintreffen der Hauptarmee schon beschäftigt und und und.

Gefällt mir, das Spielprinzip. Schon mal ein bisschen für den nächsten Weltkrieg auf Grugly üben.

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BeitragThema: Re: Testbericht American Conquest   Fr Jul 31, 2015 6:30 pm

Hab ich übrigens auf GOG gekauft und nachgeholt als alter Kossaken Feldherr. Fands ganz okay, aber iwie ist Luft schon raus.

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